Arbeitsbewilligung

Person mit Ausweis mit Jahresaufenthaltsbewilligung in der Hand steht vor einer Baustelle

Erwerbstätige aus den EU-/EFTA-Staaten profitieren vom Personen-Freizügigkeits- abkommen. Aus allen anderen Staaten werden lediglich Führungskräfte, Spezialistinnen und Spezialisten sowie qualifizierte Arbeitskräfte zugelassen.

Arbeitsbewilligung

Die Aufenthaltsbewilligung für Angehörige aus den EU-/EFTA-Mitgliedstaaten (PDF, 114 KB) hat eine Gültigkeitsdauer von fünf Jahren, wenn sie im Besitz eines mindestens zwölfmonatigen oder unbefristeten Arbeitsvertrages sind. Die Aufenthaltsbewilligung wird ohne weitere Umstände um fünf Jahre verlängert, wenn der Ausländer die Voraussetzungen dafür erfüllt. Bei der ersten Verlängerung kann sie aber auf ein Jahr beschränkt werden, wenn die betreffende Person seit über zwölf aufeinanderfolgenden Monaten unfreiwillig arbeitslos ist (Art. 6 Abs. 1 Anhang I des Freizügigkeitsabkommens [FZA] (PDF, 295 KB).

Neuzuzug bis max. 3 Monate:

Angehörige der EU-25-/EFTA-Mitgliedstaaten und Arbeitnehmer/innen, die von Unternehmen oder Gesellschaften mit Sitz in einem Mitgliedstaat der EU-25/EFTA in die Schweiz entsandt werden, benötigen für einen Aufenthalt von weniger als 90 Tagen keine Bewilligung mehr. Es wird ein Meldeverfahren eingeführt. Angehörige der EU-2-Staaten (Bulgarien und Rumänien) kommen unter bestimmten Umständen ebenfalls in den Genuss dieser Regelung.

Im Kanton Basel-Stadt ist das Amt für Wirtschaft und Arbeit für das Meldeverfahren zuständig:

Neuzuzug bis max. 4 Monate:

Sie können die Arbeitsbewilligung online beantragen.

Neuzuzug länger als 4 Monate:

Dauert ein Aufenthalt von noch nicht zur Erwerbstätigkeit ausländerrechtlich geregelten EU-25-Angehörigen zwecks unselbständiger Erwerbstätigkeit bei Schweizer Arbeitgebenden mehr als 4 Monate, so ist dieser Aufenthalt bewilligungspflichtig. Die dazu nötige Gesuchseinreichung erfolgt bei der Anmeldung bei der zuständigen Wohngemeinde (benötigte Unterlagen für eine Anmeldung im Kanton Basel-Stadt).

 

Drittstaatsangehörige:

Die Gültigkeitsdauer der Aufenthaltsbewilligung für Drittstaatsangehörige wird das erste Mal in der Regel auf ein Jahr befristet (Art. 33 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG]  (PDF, 268 KB) i.V.m. Art. 58 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE] (PDF, 209 KB)). Erstmalige Bewilligungen zur Erwerbstätigkeit dürfen nur im Rahmen der jährlich neu festgesetzten Höchstzahlen und unter Beachtung der Artikel 18-24 AuG erteilt werden. Die einmal gewährten Bewilligungen werden im Normalfall jährlich erneuert, sofern nicht Gründe (z.B. Straftaten, Fürsorgeabhängigkeit, Arbeitsmarkt) gegen eine Erneuerung sprechen. Ein gesetzlicher Anspruch auf Verlängerung einer Jahresbewilligung besteht nur in bestimmten Fällen (vgl. vor allem die Art. 42 und 43 AuG; Art. 60 des Asylgesetzes, AsylG, SR 142.31).

Nützliche Informationen:

 

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Gesuch Bewilligung Beschäftigung Drittstaatsangehörige

Für die Erteilung einer Arbeitsbewilligung an Angehörige von Nicht-EU-Ländern (Drittstaatsangehörige) und von den EU2-Staaten (PDF, 114 KB) bestehen besondere Regelungen. Auskunft über die Zulassung zum schweizerischen Arbeitsmarkt gibt das Staatssekretariat für Migration.

Rumänien und Bulgarien

Die Ausdehnung des Freizügigkeitsabkommens auf Rumänien und Bulgarien ist am 1. Juni 2009 in Kraft treten.

Die Schweiz kann ab diesem Zeitpunkt während maximal sieben Jahren Zulassungsbeschränkungen zu ihrem Arbeitsmarkt aufrechterhalten. Es wird daher weiterhin ein Inländervorrang gelten und die orts- und berüfsüblichen Arbeits- und Lohnbedingungen werden in kantonaler Kompetenz geprüft. Zudem wird die Zuwanderung durch jährlich ansteigende Kontingente begrenzt.

Dies bedeutet für Personen aus Rumänien und Bulgarien, dass sie für den Stellenantritt in der Schweiz vom ersten Tag an eine Arbeits- und Aufenthaltsbewilligung benötigen, die durch die Arbeitgebenden bei der Arbeitsmarktbehörde beantragt werden muss. Für erstmalige Gesuche sind deshalb folgende Angaben, resp. Unterlagen unerlässlich:

  • Ausführliche Begründung (wirschaftliche Notwendigkeit, vorgesehener Einsatz des/der Auländer/in)
  • Fähigkeitszeugnisse, Diplome, Arbeitszeugnisse des/der Ausländer/in
  • Unterlagen über die Personalsuche auf dem inländischen Arbeitsmarkt (Inserate, Stellenmeldung beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum)
  • Arbeitsvertrag

In der Regel muss eine Vollzeitstelle (mindestens 75%-Anstellung) vorhanden sein.

Weitere Informationen:

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EU/EFTA selbständige Erwerbstätigkeit

Zulassungsvoraussetzungen

EU-27/EFTA-Staatsangehörige (PDF, 114 KB), die zur Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit in die Schweiz einreisen, müssen die Selbständigkeit bei der Gesuchseinreichung nachweisen. Sie erhalten eine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA zur selbständigen Erwerbstätigkeit mit einer Gültigkeitsdauer von fünf Jahren, welche durch die am Aufenthaltsort zuständige Kantonsbehörde (im Kanton Basel-Stadt ist dies das Justiz- und Sicherheitsdepartement, Bevölkerungsdienste und Migration) ausgestellt wird.

Im Falle ernsthafter Zweifel bezüglich einer aktiven und existenzsichernden Erwerbstätigkeit ist eine erneute Prüfung der Voraussetzungen der Selbständigkeit zu jedem Zeitpunkt möglich.

Für Staatsangehörige der EU-2 bleibt ein Wechsel in eine unselbständige Erwerbstätigkeit bis 31. Mai 2016 bewilligungspflichtig. Für selbständig Erwerbende aus den bisherigen EU-Staaten inkl. Malta und Zypern (EU-25) sowie aus den EFTA-Staaten gilt beim Wechsel in eine unselbständige Erwerbstätigkeit lediglich eine Meldepflicht.

Bei Personen, die zu einer selbständigen Erwerbstätigkeit zugelassen wurden, stellen ausreichende finanzielle Mittel eine Bewilligungsvoraussetzung dar. Beanspruchen diese Personen die öffentliche Wohlfahrt (Sozialhilfe), so erlischt ihr Anwesenheitsrecht. Eine bestehende Bewilligung kann nach Art. 62 Bst. e des Bundesgesetzes über Ausländerinnen und Ausländer (AuG) widerrufen werden.

Antrag elektronisch einreichen
Wichtige Links:

Ausgleichskasse Basel-Stadt
Handelsregisteramt Basel-Stadt
Standorförderung (AWA)

Formular:

Bewilligung online beantragen:

 

 

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Meldeverfahren bewilligungsfreie Erwerbstätigkeit

Angehörige der EU-25-/EFTA-Mitgliedstaaten (PDF, 114 KB) und Arbeitnehmer/innen, die von Unternehmen oder Gesellschaften mit Sitz in einem Mitgliedstaat der EU-25/EFTA in die Schweiz entsandt werden, für einen Aufenthalt von weniger als 90 Tagen keine Bewilligung mehr. Es wird ein Meldeverfahren eingeführt. Angehörige der EU-2-Staaten (Bulgarien und Rumänien) kommen unter bestimmten Umständen ebenfalls in den Genuss dieser Regelung.

Im Kanton Basel-Stadt ist das Amt für Wirtschaft und Arbeit für das Meldeverfahren zuständig.

Für Arbeitgeber:

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