Job im Gefängnis

Aufseher und Betreuer im Gefängis: Ein ungewöhnlicher Beruf - vom früheren Schlüsselknecht über den Wächter zum Aufseher und Betreuer: Eine Wandlung bei der Betreuung von Inhaftierten ist keine Neuheit. Bereits anfangs des 20. Jahrhunderts wurde in Basel der offizielle Titel "Aufseher" eingeführt.

Beruf des Aufsehers/Betreuers im Gefängnis

In den Gefänginssen des Kantons Basel-Stadt sind Personen aus verschiedenen Berufen tätig. Die einen arbeiten in ihrem angestammten Beruf z.B. als Koch oder Haustechniker. Die anderen werden berufsbegleitend zum "Fachmann / zur Fachfrau für den Justizvollzug ausgebildet und arbeiten als Aufseher und Betreuer. Diese Ausbildung ist im folgenden beschrieben:

Bedingungen

Nach einer abgeschlossenen dreijährigen Berufslehre und einigen Jahren Berufserfahrung kann man sich auf eine ausgeschriebene Stelle bewerben. Die ersten Bedingungen sind: Kein Eintrag im Strafregister, keine Betreibungen und ein guter Leumund. Hohe Sozialkompetenz, Kommunikationsfähigkeit, guter Umgang mit Menschen in ungewohnten Situationen, Belastungsfähigkeit und Anerkennung von anderen Kulturen und Religionen sind weitere besonderen Fähigkeiten für die Ausübung eines Aufsehers.

Nach einer gründlichen Einarbeitung von rund einem Jahr beginnt die Ausbildung im Schweizerische Ausbildungszentrum für den Justizvollzug in Fribourg (www.prison.ch). Die berufsbegleitende Ausbildung dauert zwei Jahre. Sie beinhaltet den Vollzug, die gesetzlichen Grundlagen, Soziologie, Psychologie, Umgang mit fremden Kulturen und Religionen etc.. Nach einem Jahr muss die Zwischenprüfung bestanden werden. Eine nächste Hürde stellt die Diplomarbeit dar: Ein Gebiet aus der Welt des Gefängnisses muss behandelt werden. Man liest sich in eine Materie ein, fragt nach, erstellt Statistiken, arbeitet intensiv an diesem Thema. Nach zwei Jahren steht die Abschlussprüfung bevor – mündlich in einigen Fächern und eine schriftliche Prüfung fordert die Absolventen. Ebenfalls wird die Diplomarbeit und die Vorstellung der Resultate bewertet.

Sind alle Hürden überwunden, erhält der Absolvent den eidgenössisch-anerkannten Fachausweis "Fachmann / Fachfrau für den Justizvollzug". Diese Bezeichnung ist erst seit wenigen Jahren ein anerkannter Beruf. 

Weitere Informationen:

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Aufseher im Gang des Untersuchugnsgefängisses mit Zellen