Untersuchungsgefängnis

Untersuchungsgaefngnis

Das Untersuchungsgefängnis liegt mitten in der Stadt - im Gebäudekomplex des Waaghofs - umgeben von Strassen und Wohnhäusern.

Im gleichen Komplex sind die Staatsanwaltschaft, die Spezialformationen und die Fahndung der Kantonspolizei Basel-Stadt untergebracht. Das Untersuchungsgefängnis verfügt über 148 Zellenplätze und über zusätzlich 45 Notbetten.

Personen werden in folgende Kategorien von Freiheitsentzug aufgenommen:

  • Polizei- und Untersuchungshaft: Männer und Frauen
  • Strafvollzug: Männer und Frauen
  • Ausschaffungshaft: Frauen
  • Untersuchungshaft und Massnahmen: Jugendlicher (männlich und weiblich)

Insgesamt arbeiten 59 Mitarbeitende innerhalb des Gefängnisses, sei es in der Aufsicht/Betreuung von Inhaftierten, in der Überwachung des gesamten Waaghofs, im medizinischen Dienst, in den Produktions- und Küchenbetrieben, im Hausdienst, im technischen Dienst oder in der Verwaltung.

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Leitbild des Untersuchungsgefängisses Basel-Stadt

Wir als Institution

Wir sind das Untersuchungsgefängnis Basel-Stadt, integriert in den Bereich Bevölkerungsdienste und Migration, Amt für Justizvollzug, des Justiz- und Sicherheitsdepartements Basel-Stadt. Wir verfügen über 148 Plätze (plus 45 Notbetten), verteilt auf 14 Stationen. Wir nehmen weibliche und männliche Insassen auf. Wir decken die Bereiche Polizei- und Untersuchungshaft, Ausschaffungshaft (Frauen) und Strafvollzug (Bussen-Umwandlungen und Kurzhaftstrafen) ab.

Die Gruppenhaft während der Untersuchungshaft und die Jugendabteilung sind ein wichtiger Bestandteil unseres Grundauftrages und wir setzen uns für die Verwirklichung und Aufrechterhaltung dieser Aufträge aktiv ein.

Veränderungen betrachten wir als neue Chance bei der Verwirklichung unserer Grundideen.

Wir und die Insassen

Unsere Haltung den Inhaftierten gegenüber ist wohlwollend, unser Verhalten situationsgerecht. Wir versuchen mit unserem Engagement, im vorgegebenen Rahmen und der speziellen Situation angepasst, die Inhaftierten positiv zu beeinflussen und ihre soziale Kompetenz zu fördern. Die Rechte der Inhaftierten schränken wir nur so weit ein, als es die Haftursache (Untersuchungshaft, Strafvollzug oder Ausschaffung) und das Zusammenleben auf engem Raum erfordert.

Wir als Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

Wir sind engagierte, menschlich und fachlich qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Unsere tägliche Arbeit basiert auf professionellem Denken und Handeln. Unser Umgang miteinander ist geprägt von gegenseitigem Vertrauen, Fairness und Respekt. Im beruflichen Alltag erarbeiten wir gemeinsam die grösstmögliche Sicherheit und Gestaltung der Betreuungsaufgaben. Wir sind jederzeit bereit, auf heikle Situationen überlegt und angepasst zu reagieren.

Unsere Führungsmitarbeiter sind Vorbilder. Sie pflegen einen motivierenden, kommunikativen und situationsgerechten Führungsstil. Sie beziehen, soweit wie möglich, die Mitarbeitenden in ihre Entscheidungen ein.

Wir und die Öffentlichkeit

Wir schaffen Sicherheit nach innen und nach aussen durch Menschen, Bauten und Technik. Ebenfalls fördern wir die Akzeptanz unserer Aufgabe und unseres Berufsbildes durch gute Leistung und sachliche Information.

Wir und die Finanzen

Wir arbeiten kostenbewusst, denken und handeln nach ökologischen Grundsätzen und erarbeiten mit den uns zur Verfügung gestellten finanziellen Mitteln ein Optimum.

Wir und die Information

Wir pflegen nach innen und aussen, der Situation angepasst, eine offene Informationspolitik.

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Kapazitäten

Erste Haftzeit (nur Untersuchungshaft Männer)

Die ursprüngliche Haftunterbringung während der Untersuchungshaft stellt die erste Haftzeit dar, die in drei Stationen vollzogen wird. Dies bedeutet, dass die inhaftierte Person 23 Stunden am Tag in der Zelle verbringt. Sie erlebt nur eine Stunde Unterbruch durch einen Spaziergang. Ebenfalls verlässt die Person die Zelle zu Vorführungen, bei Anwaltsbesuchen, Besuchen, zur Körperpflege oder Reinigung der Zelle. Die Mahlzeiten werden durch die geöffneten Zellentüren an den Inhaftierten abgeben. In jeder Zelle steht ein Fernsehapparat mit einigen fremdsprachigen Sendern. Die Unterbringung erfolgt in Doppelzellen (mit jeweils einem Notbett) oder Einerzellen. Die wenigen Einzelzellen sind sehr begehrt.

Anzahl Zellenplätze: Männer 35 (plus 9 Notbetten)

Gruppenhaft (Untersuchungshaft Männer und Frauen)

Die Gruppenhaft wurde bereits bei der Projektierung des neuen Gefängnisses geplant. In der Station ist jeweils ein Gruppenraum integriert, in dem sich die Inhaftierten vormittags und nachmittags aufhalten können. Im Unterschied zur ersten Haftzeit werden die Mahlzeiten im Aufenthaltsraum gemeinsam eingenommen.

In dieser Situation muss sich die inhaftierte Person mit ihrem Umfeld auseinandersetzen und kann sich trotzdem in ihre Zelle zurückziehen. So wohnen auf engstem Raum Menschen mit den verschiedensten Persönlichkeiten, Kulturen, Religionen und Ansichten zusammen.

Anzahl Zellenplätze: Männer 54 (plus 21 Notbetten), Frauen 17 Plätze (plus 7 Notbetten)

Vollzug/Kurzstrafen (Männer und Frauen)

Im Aufbau zeigen diese beiden Stationen keinen Unterschied zu einer Gruppenhaftstation der Untersuchungshaft. Hier wird hingegen versucht, eine Tagesstruktur anzubieten und umzusetzen. Gemäss dem Gesetz müssen Inhaftierte im Strafvollzug einer Tätigkeit innerhalb des Gefängnisses nachgehen.

Anzahl Zellenplätze: Männer 15 (plus 5 Notbetten), Frauen 11

AuG-Bereich (nur Frauen)

Die Unterbringung im Untersuchungsgefängnis Basel-Stadt wird bei der Ausschaffungshaft (nur Frauen) in einer Gruppenhaftstation durchgeführt. (Die Ausschaffungshaft für Männer obliegt dem Gefängnis Bässlergut.)

Anzahl Zellenplätze: 4 (plus 3 Notbetten)

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