Vollzugszentrum Klosterfiechten

Das Vollzugszentrum Klosterfiechten steht als Kompetenzzentrum für den offenen und alternativen Straf- und Massnahmenvollzug. Es liegt in der Naherholungszone am Stadtrand von Basel. Erbaut wurde ein erster Teil des Hauses bereits um 1850. Verschiedene Departemente des Kantons nutzten die Liegenschaft ab 1856 zu pädagogischen und erzieherischen Zwecken.

Ambulanter und Stationärer Vollzug

Die Angebote des Vollzugszentrums sind eine Ergänzung zum Normalvollzug und zum geschlossenen Massnahmenvollzug. Hauptziele der offenen Vollzugsformen sind:

  • Wiedererlangen respektive Aufrechterhalten der Selbständigkeit;
  • soziale Integration der Eingewiesenen;
  • öffentlichen Sicherheit gewährleisten.

 Ambulanter Vollzug

Der ambulante Vollzug umfasst folgende Vollzugsangebote:

  • Gemeinnützige Arbeit in eigener interner Gärtnerei, Gärtnereiwerkstatt und interner Grossküche sowie im technischen Dienst;
  • Electronic Monitoring.

Weitere Details zum ambulanten Vollzug finden Sie im Konzept ambulanter Vollzug (PDF, 90 KB; nicht barrierefrei).

Stationärer Vollzug

Der stationären Vollzug umfasst:

  • Arbeitsexternat;
  • Wohn- und Arbeitsexternat;
  • Halbgefangenschaft;
  • Offener stationärer Massnahmenvollzug.

Die Hausordnung (PDF, 4.8 MB, nicht barrierefrei) regelt das Zusammenleben sowie die Rechte und Pflichten im Vollzugsalltag für Personen im stationären Vollzug.

Das Vollzugszentrum bietet 22 stationäre Plätze an, davon 7 in der Abteilung Massnahmenvollzug und 15 in den Abteilungen Halbgefangenschaft und Arbeitsexternat.

Den Personen im stationären Vollzug steht zur sportlichen Betätigung ein eigener Fitnessraum zur Verfügung.

Weiterführende Informationen:

 

 

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Impressionen aus dem stationären und ambulanten Vollzug

Gemeinschaftraum einer Wohneinheit im stationären Vollzug. Zoom

Gemeinschaftraum einer Wohneinheit im stationären Vollzug

Ecke mit Fernseher im Gemeinschaftsraum einer Wohneinheit. Zoom

Gemeinschaftsraum einer Wohneinheit

Garten des Vollzugzentrums Klosterfiechten. Zoom

Gärtnerei des Vollzugzentrums Klosterfiechten

Mann im Electronic Monitoring gräbt den Garten um. Zoom

Fussfessel im Electronic Monitoring

Mann stetzt Salat im Rahmen der gemeinnützigen Arbeit Zoom

Arbeit in der eigenen Gärtnerei im Rahmen der gemeinnützigen Arbeit

Blicke ins Grüne durch ein vergittertes Fenster des Vollzugszentrums. Zoom

Blicke ins Grüne aus dem stationären Vollzug

Gläser mit Produkten zum Verzehr, hergestellt im Vollzugszentrum. Zoom

Selbst hergestellte Produkte zum Verkauf

Stand am Warenstand mit Produkten aus der Gärtenerei und der Küche des Vollzugszentrums Zoom

Verkaufsstand mit eigenen Produkten

Leitbild

Organisation

Das Vollzugszentrum Klosterfiechten versteht sich als Kompetenzzentrum für fortschrittlichen, offenen und besonderen Straf- und Massnahmenvollzug.

Die Institution ist in die Fachbereiche ambulanter und stationärer Vollzug aufgeteilt.

Auftrag

Basierend auf den geltenden rechtlichen Grundlagen vollziehen wir rechtskräftige Urteile.

Mittels ambulanter und stationärer Vollzugsformen erbringen wir eine wichtige Reintegrationsleistung und wirken der Rückfallgefahr und allfälligen Prisoniersierungsschäden an Eingewiesenen entgegen.

Der ambulante Vollzug umfasst die Fachstelle für besondere Vollzugsformen (FBVF), den Vollzug des Electronic Monitoring (Art. 79b Abs. 1 StGB) sowie die gemeinnützige Arbeit (Art. 79a Abs. 1 - 6 StGB).

Der ambulante Vollzug umfasst die Fachstelle für besondere Vollzugsformen (FBVF), den Vollzug des Electronic Monitoring (Art. 79b Abs. 1 StGB) sowie die gemeinnützige Arbeit (Art. 79a Abs. 1 - 6 StGB).

Im stationären Vollzug werden Halbgefangenschaft (Art. 77b Abs. 1 StGB), das Arbeitsexternat sowie Wohn- und Arbeitsexternat (Art. 77a StGB) aus Freiheitsstrafen sowie offene stationäre Massnahmen (Art. 59, 60 StGB,) und deren weitere Progressionen angeboten.

Ziel

Es ist unser Ziel, die verurteilten Personen dabei zu unterstützen, ihre Selbstverantwortung zu übernehmen, um als Teil unserer Gesellschaft deliktfrei zu leben.

Mitarbeitende

Wir Mitarbeitende des Vollzugszentrums Klosterfiechten sind laufend an Verbesserungen bezüglich unserer Fachkompetenz und Arbeitsqualität interessiert.

Haltung

Unsere Haltung basiert auf den Empfehlungen des Europarats zum Freiheitsentzug und der europäischen Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten.

Als Institution vertreten wir ein humanistisches Menschenbild und gewährleisten eine verlässliche, achtsame und professionelle Beziehungsgestaltung.

Methoden

Die Bereiche ambulanter und stationärer Vollzug arbeiten interdisziplinär mit externen Institutionen und Behörden zusammen. Vernetztes und teamorientiertes Arbeiten ist uns wichtig.

Unsere Vollzugsarbeit ist risikoorientiert, ohne dabei die lösungs- und ressourcenorientierte Unterstützung für Eingewiesene zu vernachlässigen. Zielformulierungen, die von den delikt-relevanten Problembereichen abgeleitet werden, bilden die Grundlage unserer Vollzugsarbeit. Der Alltag im Massnahmenvollzug ist milieutherapeutisch strukturiert.

Kommunikation

Gegenüber Eingewiesenen, Institutionen und Behörden pflegen wir eine klare und wertfreie  Kommunikation. Wir gewährleisten Transparenz im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben. Wir pflegen einen sorgfältigen, achtsamen und wertschätzenden Umgang. Die Falldokumentation erfolgt vollständig und wertfrei.

Führung

Im Vollzugszentrum Klosterfiechten wird ein kooperativer und wertschätzender Führungsstil gepflegt, der sich durch Vorbildcharakter auszeichnet. Wir sind überzeugt, dass erfolgreiche Führung weniger eine Frage von Techniken und Methoden ist, sondern vielmehr auf einer konstruktiven Lebenseinstellung und Authentizität beruht (Leadership).

Wichtige Links:

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